Beste Werbung für den Rudersport – und die WM
Die LUCERNE REGATTA 2026 auf dem Rotsee war in jeder Hinsicht eine heisse Angelegenheit. Die Hauptprobe für die Ruder-WM 2027 (23. bis 29. August 2027) ist vollauf gelungen.

Save the best for last: Das Ziel, das praktisch jede Sportveranstaltung verfolgt, wurde in Luzern vollkommen erreicht. Das letzte Rennen des Wochenendes bot noch einmal die ganze Faszination des Rudersports – im Männer-Einer kam es zur Finalrevanche der Olympischen Spiele in Paris. Der Olympiasieger und Wahlschweizer Oliver Zeidler setzte sich wie in den drei Rennen zuvor mit einem Blitzstart ab und legte so die Basis zu seinem Sieg.
Er führte nach einem Viertel der Renndistanz mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung vor seinem Dauerrivalen Simon van Dorp. Der Niederländer, der Zeidler 2024 auf dem «Göttersee» in einem der faszinierendsten Rennen überhaupt niedergerungen hatte, musste sich am Schluss mit Rang 4 zufrieden geben, hinter Paris-Silbergewinner Yauheny Zalaty und Scott Melvin (USA). Lokalmatador Kai Schätzle holte in seinem ersten Einerfinal den feinen 5. Rang.
Auch der Frauen-Einer hatte kurz zuvor viel Spektakel geboten. Die junge Schweizer Hoffnung Aurelia-Maxima Janzen hatte mit einem Blitzstart die gesamte hochkarätige Konkurrenz überrascht und lag nach einem Viertel der Strecke sogar in Führung, einen Hauch vor Fiona Murtagh. Die irische Weltmeisterin übernahm danach die Spitze, konnte den Vorsprung aber gegenüber ihrer Dauerrivalin Lauren Henry nicht behaupten. Die Britin legte in der brütenden Luzerner Mittagshitze eine Glanzleistung aufs Wasser und hatte bis im Ziel einen Vorsprung von fast vier Sekunden auf Murtagh.
Janzen blieb in diesem Elitefeld letztlich nur der sechste Platz, sie deutete aber ihr Potenzial wie Schätzle eindrücklich an. Auch die anderen Vertreter:innen von Swiss Rowing überzeugten : Jonah Plock/Patrick Brunner sicherten sich wie im Vorjahr die Bronzemedaille und die Lötscher-Schwestern Flavia und Lisa, Célia Dupré und Nina Wettstein fuhren im Doppelvierer auf Platz 5. Einen Sieg zu feiern für das Gastgeberland es durch Claire Ghiringhelli, die in der Kategorie PR1 ihren Vorjahressieg souverän wiederholte.
Ein rundum positives Fazit…
Die Wettkämpfe am Wochenende waren einmal mehr hochklassig, der Rotsee war erneut ein gleichsam faires wie anspruchsvolles Gewässer. Auch die Herausforderungen, die sich aufgrund der grossen Hitze ergaben, konnten bestens gemeistert werden. LUCERNE REGATTA -Geschäftsführer Timon Wernas wand allen Beteiligten ein Kränzchen: «Es war auf allen Ebenen eine wunderbare Woche. Wir haben erstklassigen Sport gesehen und hatten trotz der enormen Hitze keine gröberen Zwischenfälle und auch zahlenmässig nicht mehr als sonst. Das ganze Team hat zusätzliche Massnahmen getroffen und die haben sich ausbezahlt.»
…und viel Vorfreude
Im Hintergrund omnipresent war natürlich die WM vom kommenden Jahr: Vom 23. bis 29. August 2027 werden die besten Rudercracks der Welt an der WM um die begehrten Medaillen und Startplätze für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles kämpfen. Erstmals nach 25 Jahren wird die WM auf den Göttersee zurückkehren und natürlich werden die Dimensionen noch einmal viel grösser sein als in einem Weltcup-Jahr. Timon Wernas fasst es so zusammen: «Unser Ziel war es, mit der LUCERNE REGATTA 2026 Vorfreude auf die WM 2027 zu wecken, bei allen Mitgliedern der Ruder-Community und auch in der ganzen Region Luzern. Das ist uns gelungen.»