LUCERNE REGATTA: Auftakt des Weltcup-Finales mit einem vollgepackten Rennprogramm

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von Jürg Trittibach

Eine rekordverdächtige Anzahl an Teilnehmenden hatte sich für die LUCERNE REGATTA angemeldet. 700 an der Zahl aus nicht weniger aus 52 Nationen massen sich auf dem Rotsee. Bei ausnehmend warmen Temperaturen herrschten ideale Bedingungen. Hartumkämpfte Rennen kennzeichneten den ersten Grosskampftag der bestbesetzten Regatta vor den bevorstehenden Weltmeisterschaften.

Die Teilnahme der quasi vollständigen Weltelite aus aller Herren Ruderländern dokumentiert das hohe Ranking der Luzerner Regatta. Ususgemäss das wichtigste internationale Kräftemessen des Ruderjahres nebst Welttitelkämpfen. Als Hauptprobe für die im September stattfindenden Weltmeisterschaften in der serbischen Metropole Belgrad naheliegend. Zumal es auf dem Save-Nebenarm bereits auch darum geht, sich Olympia-Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Paris 2024 zu sichern. Bei ausgezeichneten Verhältnissen – ausnehmend warme bis heisse Temperaturen, ruhiges Wasser und im Verlauf des Tages phasenweise zum leichten Schiebewind mutierende Bise – ging der freitägliche Auftakttag mit den Vor- und Hoffnungsläufen sowie einer Tranche Viertelsfinals der die Weltcup-Serie abschliessenden LUCERNE REGATTA über die Bühne des Rotsees. Speziell, dass in den Kleinboot-Kategorien die Vorläufe ausnahmsweise im Time-Trial-Modus – einzeln im 30-45- Sekunden-Intervall nacheinander – durchgeführt wurden.

 

Grosse Teilnehmerfelder

Mehr als 700 Ruderer/-innen aus 52 Nationen in den olympischen 7 Bootsklassen sowie erstmals und zu Testzwecken auch zwei Para-Skiff-Bewerbe gingen an den Start. Vor allem China, Australien, Deutschland, Grossbritannien und Rumänien schickten grosse Delegationen auf den Prüfstand Rotsee. Nicht so die USA und Italien, welche nur kleine Delegationen entsandten. Und es bewahrheitete sich einmal mehr: Nationen, welche über eine grosse Breite an sich konkurrierenden Athleten/-innen verfügen, sind eher prädestiniert ganz vorne mitzumischen.

 

Der erste Wettkampftag aus Schweizer Sicht

Die hoch eingeschätzten Schweizer Boote bewiesen, dass sie in Luzern eine starke Rolle spielen wollen. So vor allem das Zweier-ohne-Gespann Andrin Gulich/Roman Röösli und der Leichtgewichts-Doppelzweier Raphaël Ahumada/Jan Schäuble – beide Crews frischgebackene Europameister und Weltcup-Sieger in Zagreb. Eine Runde weiter kam auch der Frauen-Doppelzweier Sofia Meakin/Salome Ulrich, der sich für das Halbfinale qualifizierte. Einzig das Siegerboot qualifizierte sich in der Doppelvierer-Konkurrenz der Frauen direkt für das A-Finale. Die Schweizer Crew mit Célia Dupré, Pascale Walker, Lisa Lötscher und Fabienne Schweizer platzierte sich hinter den Holländerinnen auf dem 2. Platz und versucht am samstäglichen Hoffnungslauf, sich den Platz unter den besten Sechs zu sichern. Die Leichtgewichte Frédérique Rol/Patricia Merz und Eline Rol/Olivia Nacht – beide im Doppelzweier startend – und Andri Struzina im Skiff qualifizierten sich für die Halbfinals.

Die ansonsten den SWISS ROWING-Doppelvierer bildenden Ruderer starteten im Doppelzweier. Sowohl die Paarung Jonah Plock/Nils Schneider als auch Maurin Lange/Dominic Condrau wurden ins C-Finale verwiesen. Genau gleich ging es dem sonst dem Vierer-ohne angehörenden Duo Joel Schürch/Patrick Brunner, die im Zweier-ohne antraten. Die in Luzern im Einer an den Start gehenden Scott Bärlocher und Tim Roth müssen sich mit den Finals D und E bescheiden.