Schweizer Team mit Medaillenhoffnungen an der WM

Mic Zemp

Vom 24. September bis am 1. Oktober 2017 finden in Sarasota, Florida, die Weltmeisterschaften statt. Den Saison-Höhepunkt beschickt der Schweizerische Ruderverband mit sieben Booten. Angeführt wird die Schweizer Equipe von Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster). Die Olympia-Fünfte im Einer ist in diesem Jahr noch ungeschlagen. Sowohl beim Weltcup-Auftakt in Belgrad als auch beim Weltcup-Final in Luzern siegte die 27Jährige souverän. An den Weltmeisterschaften wird die Zeitmilitär-Soldatin erstmals in dieser Saison auf die chinesische Olympia-Dritte Jingli Duan und die holländische Vize-Europameisterin im Doppelzweier Lisa Scheenaard treffen. Die Vorbereitung im Hinblick auf die Weltmeisterschaften fasst die Schweizer Teamleaderin als «hart, lang und dementsprechend herausfordernd» zusammen. «Aber ich fühle mich für alles, was mich erwarten könnte, gewappnet», ergänzt Jeannine Gmelin und formuliert ihre Zielsetzung so: «Ich möchte alle Puzzleteile zusammenbringen können und weiss, dass wenn mir das gelingt, eine Medaille sehr realistisch ist.»

Stahlberg mit Gesamtweltcup-Sieg im Gepäck Ebenfalls mit viel Selbstvertrauen anreisen wird Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen). Der 25-Jährige hat in seiner ersten Saison als Einer-Ruderer auf Anhieb überzeugt. Dank einem Sieg beim Weltcup-Auftakt sowie einem 3. und 4. Platz bei den weiteren Weltcup-Stationen hat Nico Stahlberg als erster Schweizer im Einer seit Xeno Müller den Gesamtweltcup gewonnen. In der vergangenen Saison war Nico Stahlberg noch im Doppelvierer unterwegs und holte mit Rang 7 an den Olympischen Spielen ein Diplom. Seine RioBootskollegen Barnabé Delarze (Lausanne Sports, Section Aviron) und Roman Röösli (Seeclub Sempach) starten diese Saison im Doppelzweier. Wie Nico Stahlberg gelang auch ihnen ein Einstand nach Mass in die neue Bootsklasse, ruderten sie doch an allen Regatten im A-Final. Beim Weltcup-Auftakt nur von den litauischen Olympia-Zweiten bezwungen, bestätigen sie ihre starke Leistung mit Rang 3 an den Europameisterschaften und Rang 4 vor Heimpublikum beim Weltcup-Final in Luzern.

Merz und Schmid mit Medaillenambitionen Konstant starke Resultate haben diese Saison auch die beiden Schweizer Leichtgewichts-Skiffiers Patricia Merz (See-Club Zug) und Michael Schmid (See-Club Luzern) gezeigt. Bei jedem Start haben sie den Sprung aufs Podest geschafft. Diese Serie soll an den Weltmeisterschaften in Sarasota fortgesetzt werden. Aber die Konkurrenz ist gross und das Feld dicht wie die Resultate dieser Saison zeigen. So sicherte sich Michael Schmid den Europameistertitel beispielsweise mit weniger als einer Sekunde Vorsprung auf die Ruderer auf den Plätzen 2, 3 und 4. In diesem umkämpften Feld kommt auf die Weltmeisterschaften hin noch ein prominenter
Name dazu: Paul O’Donovan (Irland), Vize-Olympiasieger im leichten Doppelzweier und Weltmeister im Leichtgewichts-Einer 2016 und somit Titelverteidiger in dieser Bootsklasse.

U23-Weltmeister drängen sich für Selektion auf Das Podest beim Weltcup-Final in Luzern nur um einen Rang verpasst hat der neuformierte Doppelzweier Leichtgewichte mit Frédérique Rol (Lausanne Sports, Section Aviron) und Pauline Delacroix (Club Aviron Vésenaz). Mit diesem vierten Rang hat das Duo eine starke Visitenkarte abgegeben und sich die WM-Selektion gesichert. Für die letztjährige U23-Vize-Weltmeisterin im Leichtgewichts-Doppelvierer, Pauline Delacroix, ist es der erste Start an einer Elite-Weltmeisterschaft überhaupt. Ihre Weltmeisterschafts-Premiere erleben auch die Ruderer aus dem Leichtgewichts-Doppelvierer Pascal Ryser (Ruderclub Thalwil), Andri Struzina, Matthias Fernandez (beide See-Club Zug) und Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich) sowie ihr Ersatzmann Julian Müller (See-Club Luzern). Nachdem das Quartett Ryser, Struzina, Fernandez und Müller Ende Juli im leichten Doppelvierer furios mit Weltbestzeit zu U23-WM-Gold gerudert war, entschieden sich Headcoach Robin Dowell und SRV-Direktor Christian Stofer dieses Nachwuchsboot zusätzlich für die Elite-Weltmeisterschaften zur Selektion vorzuschlagen und auf einer Position neu zu besetzen. Für Julian Müller sitzt in Sarasota Fiorin Rüedi im Boot. Rüedi war letztes Jahr selber im leichten Zweier U23-Weltmeister in Weltbestzeit geworden und als Ersatzmann an die Olympischen Spiele in Rio gereist.

Schweizer Aufgebot an den Weltmeisterschaften in Sarasota, Florida (USA) vom 24. Sept. bis 1. Okt. 2017

Frauen. Einer. Jeannine Gmelin (Ruderclub Uster) – 21 gemeldete Boote. Doppelzweier. Leichtgewichte. Frédérique Rol (Lausanne Sports, Section Aviron), Pauline Delacroix (Club d’Aviron Vésenaz) – 20 gemeldete Boote. Einer. Leichtgewichte. Patricia Merz (Seeclub Zug). – 16 gemeldete Boote.

Männer. Einer. Nico Stahlberg (Ruderclub Kreuzlingen). – 39 gemeldete Boote. Doppelzweier. Roman Röösli (Seeclub Sempach), Barnabé Delarze (Lausanne Sports, Section Aviron). – 21 gemeldete Boote. Leichtgewichts Einer. Michael Schmid (See-Club Luzern). – 30 gemeldete Boote. Leichtgewichts Doppelvierer. Pascal Ryser (Ruderclub Thalwil), Andri Struzina, Matthias Fernandez (beide SeeClub Zug), Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich). Ersatzmann Julian Müller (See-Club Luzern) – 17 gemeldete Boote.

Detailliertes Meldeergebnis

Regula Schweizer, Kommunikation SRV, (+41 79 771 14 34 / regula.schweizer@swissrowing.ch)

Sarnen, 18. September 2017/rs

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