Jeannine Gmelin grüsst schon wieder von ganz oben

Mic ZempUncategorized

Bei den heutigen Finalrennen standen vier Schweizer Boote am Start. Jeannine Gmelin siegte im Skiff-Finale der Frauen und verteidigte damit ihren Vorjahressieg. Sie ist jetzt Weltcup-Führende. Roman Röösli musste sich einzig von Weltmeister Ondrej Synek schlagen lassen.

Jeannine Gmelin siegte im Einer souverän mit einem Vorsprung von über zwei Sekunden vor der Irin Sanita Puspure. Damit übernimmt sie in ihrer Bootskategorie die Führung in der Weltcupwertung. Silber holte Roman Röösli in seinem ersten Weltcupfinal im Einer. Gemeinsam mit dem gestrigen zweiten Rang im Leichtgewichtseiner von Michael Schmid holte der Verband SWISS ROWING insgesamt drei Medaillen und zieht nach der ersten internationalen Standortbestimmung eine positive erste Bilanz.

Die schwülheissen Temperaturen in Belgrad konnten Jeannine Gmelin (RC Uster) nichts anhaben. So liess sie in ihrem Finalrennen bereits nach der 1000-Meter-Marke die österreichische Schnellstarterin Magdalena Lobnig hinter sich. «In den Augenwinkeln sah ich zwar, dass auf den Aussenbahnen die Konkurrentinnen recht aktiv waren», sagte Jeannine Gmelin kurz nach dem Rennen. Jedoch sei sie mit dem Rennverlauf zufrieden. «Der Sieg ist ein guter Ausgangspunkt für die Saison.» An den letzten 300 Metern werde sie bis zum nächsten Weltcup in drei Wochen in Linz aber noch etwas feilen.

Im Final der Männer ruderte Roman Röösli (SC Sempach) auf den zweiten Platz hinter dem tschechischen Weltmeister Ondrej Synek und setzte damit ein Ausrufezeichen. «Am Start schaute ich, dass ich mit den Schnellsten auf Augenhöhe war.» So konnte er sich bis zur 1750-Meter-Marke konstant auf dem dritten Platz halten. Der in Führung liegende Deutsche Oliver Zeidler wurde schliesslich auf den letzten 500 Metern vom Tschechen angegriffen und verlor etwas an Terrain. Auf diesen Moment hatte Roman Röösli gewartet. «Auf den letzten 250 Metern griff ich an, um mir den zweiten Platz noch zu holen. Und es hat geklappt.»

Im B-Final des Männereiners klassierte sich der Thurgauer Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen) nach einem hart umkämpften Schlussspurt auf Rang 4.

Der Frauen-Doppelzweier gewinnt den B-Final.
Mit einem Vorsprung von gerade mal neun Hundertstelsekunden konnten sich Pascale Walker (RC Zürich) und Valérie Rosset (SC Sempach) vor den Französinnen über die Ziellinie schieben. Die Französinnen kriegten sie schliesslich auf den letzten Spurtmetern zu fassen, nachdem sie fast die ganzen 2000 Meter auf dem zweiten Platz auf ihre Chance gewartet hatten. Damit gelang dem Duo gegenüber den Vorrennen eine deutliche Steigerung.

Leichtgewichte haben noch Arbeit vor sich
Eine erwartet hohe Pace wurde heute im Final des leichten Doppelzweiers, der einzigen olympischen Disziplin der Leichtgewichte, angeschlagen. Patricia Merz (SC Zug) und Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) konnten in den Dreikampf an der Spitze nicht eingreifen und ruderten als Fünfte mit einem Rückstand von fünf Sekunden hinter den siegreichen Niederländerinnen ins Ziel. Merz/Rol verloren insbesondere auf dem ersten Streckenviertel noch zu viel Zeit. Bei den Männern beendeten die jungen Nachwuchsruderer Andri Struzina (SC Zug) und Julian Müller (SC Luzern) ihren Final auf Rang 6. «Die Finalqualifikation war ein positives Signal», sagte Headcoach Edouard Blanc zum Auftritt der zwei jungen Leichtgewichte. «Jetzt wissen sie, dass noch einiges an Arbeit auf sie wartet.»

Nach dem ersten Weltcup zieht SRV-Direktor Christian Stofer ein positives Fazit: «Mit fünf Finalplätzen haben unsere Top-Athletinnen und -Athleten ein kompaktes und gutes Teamergebnis geliefert. Die Standortbestimmung ist erfolgt und ist gleichzeitig eine gute Basis, um auf die kommenden Regatten hin weiter aufzubauen. Die Medaillen von Jeannine Gmelin, Roman Röösli und Michael Schmid waren die Highlights.»

Das Schweizer Team ergatterte dank der kompakten Mannschaftsleistung insgesamt 20 Weltcup-Punkte. 5 Bootsklassen steuerten Punkte bei. Damit lieft die Schweiz aktuell auf dem fünften Zwischenrang. Erfolgreichste Nation der Regatta waren die Niederlande mit insgesamt zehn Medaillenerfolgen.

Schweizerischer Ruderverband, Jolanda van de Graaf

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