Jeannine Gmelin gewinnt Gold im Skiff

Mic Zemp

Die Schweizerin konnte dem Druck standhalten und gewann vor grossartiger Kulisse am Rotsee im Skiff die Goldmedaille. Bereits nach 500 Meter übernahm sie die Spitze des Rennens und gab sie – angefeuert von über 10’000 Zuschauern – bis ins Ziel nicht mehr ab.
Etwas weniger erfolgreich, aber nicht weniger vom heimischen Publikum gefeiert, kamen die weiteren Schweizer Boote mit dem A-Final zurecht. Der Doppelzweier mit Röösli Roman und Delarze Barnabé lagen das ganze Rennen hindurch auf Platz 4. Der Abstand zu den führenden aus Neuseeland, gefolgt von Polen und Italien lag bei Rennhälfte bereits bei 4,46 Sekunden, welche bis ins Ziel auf 7.35 Sekunden anwuchsen. Beide kämpften beherzt um den Anschluss, aber sie vermochten den Abstand zu den vor ihnen liegenden nicht zu verkleinern. Sie bewiesen mit ihrem guten 4. Platz, dass sie durchaus noch Potential haben für eine bessere Klassierung.
Nico Stahlberg aus Kreuzlingen erreichte ebenfalls den 4. Schlussrang. Nur 7 Hundertstel Sekunden fehlten auf Platz 3. Der Bronzeplatz lag also scheinbar zum Greifen nahe. Dank seinen sehr guten Jahresleistungen durfte er dann aber noch mit einem lachenden Auge die Rotseearena verlassen. Er gewann den Gesamtweltcup 2017 in seiner Kategorie – was seit Xeno Müller im Jahr 1998 kein Schweizer mehr geschafft hat.

Der leichte Doppelzweier der Frauen mit den zwei jungen Schweizerinnen Frederique Rol und Pauline Delacroix kam in Ihrem ersten Rotseefinal ebenso auf den für Sie sehr erfolgreichen 4. Platz.
Die diesjährige LUCERNE REGATTA, hielt sowohl wettermässig wie auch aus sportlich Sicht einmal mehr alles, was von den Verantwortlichen erwartet wurde. Viele zufriedene Gesichter auf dem Regattaplatz, sei es von Athletinnen und Athleten von den Betreuern der 55 anwesenden Nationen oder den zahlreichen Zuschauern. Die sportliche Bilanz fiel aus Schweizer Sicht mit einem kompletten Medaillensatz der SWISS CREW hervorragend aus.

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