Interview mit Jeannine Gmelin

Mic Zemp

Weshalb hast du auf den Weltcup in Poznan verzichtet?
Dem Wiederaufbau nach meiner Rippenverletzung haben Robin (Robin Dowell – Headcoach SRV) und ich oberste Priorität gegeben und von daher wäre ein Start in Poznan etwas verfrüht gewesen. Ich wäre dort sehr gerne wieder ins Wettkampfgeschehen eingestiegen, da ich die Strecke sehr mag, aber die gezielte und bestmögliche Vorbereitung für den Weltcup am Rotsee stand für mich im Vordergrund.

Wie hast du dich in den letzten paar Wochen auf die Lucerne Regatta vorbereitet?
Währenddem ich meine Rippenverletzung auskuriert habe, war ich sozusagen nur auf dem Fahrrad unterwegs – indoor sowie outdoor. Danach folgten ein paar Wochen in denen ich eine sorgfältige Wiederbelastung des Oberkörpers in mein Training integriert habe und in den letzten paar Wochen habe ich das Rudern sukzessive wieder aufnehmen können und somit eine sehr sorgfältige Transitionsphase zurück in’s Boot gehabt. Nun bleiben noch ein paar Tage um am Feinschliff zu arbeiten.

Wie siehst du deine Chancen im sehr starken Feld der Lucerne Regatta?
Ich bin sehr zufrieden mit dem Alternativtraining das ich absolvieren konnte. Da der Wiederaufbau sehr glimpflich verlaufen ist und ich sehr zufrieden bin wie ich momentan im Boot unterwegs bin, schätze ich meine Chancen mich im starken und grossen Feld behaupten zu können recht gut ein. Ich freue mich vor allem einfach extrem endlich wieder Rennen fahren zu können.

Welche Athletinnen erachtest du als deine stärksten Konkurrentinnen?
Es gibt wie in jeder Bootsklasse ein paar Routiniers und solche, die bei vergangenen Rennen gute Resultate liefern konnten. Allerdings darf man niemanden unterschätzen. Ich versuche mich ohnehin nicht all zu sehr auf die Konkurrenz zu konzentrieren sondern fokussiere mich auf mich und meine Aufgaben. Wenn es mir gelingt mein Ding durchzuziehen, kommt’s gut.

Was würde dir einen Sieg auf dem Rotsee bedeuten?
Ein Sieg auf dem Rotsee wäre natürlich wahnsinnig schön und der emotionale Wert sehr, sehr gross. Man darf aber nicht vergessen, dass ich am Rotsee noch nie im Final war. Zuerst muss ich also diese Hürde schaffen. Mein Ziel is es dort anzuknüpfen wo ich in Belgrad aufgehört habe und dann sehen wir für wie weit nach vorne das reicht. Ich freue mich aber mehr denn je in wenigen Tagen auf dem Rotsee an den Start zu gehen.

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