Hauptprobe für die Ruder Europameisterschaft 2019 geglückt

Mic ZempUncategorized

 

Die Traumbedingungen während der LUCERNE REGATTA mit dem wunderbaren Wetter und den fesselnden und fairen Rennen auf höchstem Rudersport-Niveau liessen den zahlreichen Besuchern kein Wunsch offen und boten ein einmaliges Ruderspektakel. Aus Schweizer Sicht war dieses Weltcup-Wochenende sehr erfolgreich, zwei Goldmedaillen (Michael Schmid und Jeannine Gmelin) und zwei Bronzemedaillen (Röösli/Stahlberg und Merz/Rol). Sieger im Achter, der unbestrittenen Königsklasse im Rudern, wurde mit Deutschland der Favorit des bisherigen Weltcups, hauchdünn vor Australien und der Niederlande. Das Organisationskomitee der Ruder Europameisterschaft 2019 unterstreicht mit der erfolgreichen Durchführung des diesjährigen Weltcups: Luzern ist bereit für die Europameisterschaften, die vom 31. Mai bis 2. Juni 2019 auf dem Rotsee stattfinden werden.

Sportlich war einiges los am Rotsee mit vielen Höhepunkten. Einer dieser Höhepunkte war das Achterrennen der Männer. Der Männer Achter bildet traditionell das Finale eines Weltcup Wochenendes. Das heutige Achter Rennen hat definitiv gehalten was es versprochen hat, bis zum letzten Schlag kämpften Deutschland und Australien um den Tagessieg – mit dem besseren Ende (0.14sec Vorsprung) für Deutschland. Die Bronze Medaille sicherte sich das Niederländische Boot.

Im Final des Frauen Doppelvierers kam es zu einem spannenden Wettkampf zwischen drei Booten, die wohl auch nächstes Jahr an der Ruder Europameisterschaft in Luzern wieder um die Medaillen mitrudern werden. Die favorisierten Deutschen konnten das Rennen für sich entscheiden und sich das gelbe Shirt des Weltcup Gesamtsiegers überstreifen lassen. Die Plätze Zwei und Drei wurden unter den Polinnen mit Silber und den Niederländerinnen mit Bronze ausgemacht.

Im Final des Männer Doppelzweiers gab es Schweizer Beteiligung mit Nico Stahlberg / Roman Röösli. Ein sehr ausgeglichenes Feld stand am Start. Dank eines eindrücklichen Schlussspurts holten sich die beiden Schweizer die Bronzemedaille. Gewinner des Rennens wurden die Polen mit Miroslaw Zietarski und Mateusz Biskup, gefolgt von den Deutschen Timo Piontek und Lars Hartig, der auf diese Saison hin erfolgreich den Wechsel von der Leichtgewichtskategorie zu den Schwergewichten geschafft hat.

Im Final des Frauen Doppelzweiers der Leichtgewichte standen mit Patricia Merz / Frédérique Rol zwei weitere Schweizer Medaillenanwärterinnen. Die Polinnen hatten den besten Start und gaben ihre Führung bis ins Ziel nie mehr ab.  Zweiter wurde das Boot aus Neuseeland. Das Schweizer Duo holte sich in einem kraftvollen Schlussspurt die zweite Bronzemedaille für den Schweizer Ruderverband.

Die Stimmung auf der Tribüne kochte beinahe über, als der Final im Frauen Einer gestartet wurde. Dieser stand ganz im Zeichen der Dominatorin der letzten Rennen – Jeannine Gmelin. Sie trat an dieser LUCERNE REGATTA jedoch gegen hochkarätige Konkurrentinnen an. In einem packenden Schlussspurt konnte Gmelin die Goldmedaille nach dem letzten Jahr wieder mit nach Hause nehmen und sicherte sich parallel dazu den Sieg im Gesamt-Weltcup. Zweite wurde Sanita Puspure aus Irland, gefolgt von Carling Zeeman aus Kanada.

Im gleich anschliessenden Männer Einer Final wurden die Plätze doch etwas deutlicher verteilt. Das Feld bot einen wahren Kampf der Titanen mit Robert Manson und Mahe Drysdale aus Neuseeland, Oliver Zeidler und Tim Ole Naske aus Deutschland, Ondrej Synek aus Tschechien und dem überraschenden Schweizer Boot mit Barnabe Delarze. Das hart geführte Rennen brachte Manson als klaren Gewinner hervor, gefolgt von Zeidler und Synek. Delarze belegte bei seiner ersten A-Final-Teilnahme im Einer den guten fünften Platz. Das interne Duell zwischen Manson und Drysdale wurde klar zu Gunsten von Manson entschieden, womit er sich den Startplatz an den Weltmeisterschaften gesichert haben sollte.

Die Weltcup-Finals auf dem Göttersee in Luzern erwiesen sich einmal mehr als ein überaus erfolgreiches Ruderereignis. Das Wochenende war nicht nur vollgepackt mit spektakulären Rennen, sondern boten auch beste Bedingungen und profitierten von absolutem Wetterglück. Die EM-Hauptprobe ist mehr als gelungen, wie Andy Bucher der Präsident der LUCERNE REGATTA sagt. «Die diesjährige Regatta hat gut aufgezeigt, in welchen Bereichen wir noch einen Zacken zulegen müssen. Wir sind jedoch gut im Zeitplan und unsere langjährige Erfahrung wird uns dabei helfen, die Bestleistung an diesem grossen Sportereignis abrufen zu können.» so Andy Bucher.

Die am Samstagabend durch die LUCERNE REGATTA ASSOCIATION organisierte und durchgeführte Lucerne Rowing Night im Verkehrshaus Schweiz war ein weiteres Highlight des Weltcup-Wochenendes.  Zuerst wurde während einer festlichen Zeremonie im IMAX Filmtheater den beiden Neuseeländern Hamish Bond und Eric Murray die Thomas-Keller-Medaille für ihre ausserordentliche internationale Ruderkarriere und ihrem beachtenswert sportlichen Verhalten verliehen. Dies ist die höchste Auszeichnung, welche im Rudersport verliehen wird, weshalb die Gewinner sich in ihrer anschliessenden Dankesrede überschwänglich und emotional bewegt zeigten. Im zweiten Teil des Abends durften die geladenen Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik in der Fliegerhalle ein vorzügliches Buffet und melodische Brassband-Töne geniessen.

Die Zuschauerzahlen über das ganze Wochenende waren dem Wetter entsprechend hoch. Am Sonntag wurden entlang der Rennstrecke gegen 5’000 Personen geschätzt. Die Ehrentribüne, wie auch die Sitzplatztribüne waren am Sonntag ausverkauft.

Ein herzliches Dankeschön geht hierbei an alle Sponsoren, Partner, Helfer und Supporter der LUCERNE REGATTA, welche den kostenlosen Eintritt für alle Gäste zum Rotseegelände sicherstellen, aber auch dafür sorgen, dass die LUCERNE REGATTA in dieser Grösse überhaupt erst durchgeführt werden kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eins × zwei =