ENGE WETTKAMPENTSCHEIDE UM DIE FINALPLÄTZE VON SONNTAG MIT EINEM LUZERNER HÖHEPUNKT

Mic ZempUncategorized

Eine Reihe von spannenden Halbfinal- und Finalentscheidungen, wunderbar warmes Wetter und tolle Stimmung. Der Lokalmatador Michael Schmid gewinnt im Leichtgewichtseiner in eindrücklicher Manier. Das ist die Bilanz des zweiten Wettkampftages an der diesjährigen LUCERNE REGATTA. Nicht nur die zahlreichen Besucher geniessen die tollen sportlichen Leistungen der Ruderer hautnah, auch die Athleten fühlen sich hier am Rotsee, dem Mekka des Rudersports, ausgesprochen wohl.
Die Besucherzahlen der LUCERNE REGATTA dürften sich am frühen Abend mindestens verdoppelt haben, denn die ersten Finalläufe am späteren Samstagnachmittag boten aus Schweizer Sicht bereits das erste Highlight des Rennwochenendes. Es stand das Entscheidungsrennen im Leichtgewichtseiner mit Michael Schmid auf dem Programm. Lauthals vom Publikum angefeuert, erkämpfte sich der Luzerner den Sieg im Leichtgewichtseiner. Der amtierende Europameister im leichten Einer gewann nach zwei zweiten Plätzen an den Weltcups in Belgrad und Linz in diesem Jahr erstmals die Goldmedaille.

Für weitere Höhepunkte sorgten hart umkämpfte Halbfinals in den verschiedenen olympischen Disziplinen:

Im ersten Lauf des Halbfinals Männer-Zweier ohne Steuermann gab es einen klaren Sieger mit dem serbischen Boot Vasic/Bedi.Im zweiten Lauf dieses Halbfinales lieferten sich Frankreich, Tschechien und Neuseeland ein Kopf–an-Kopf Rennen. Die Gebrüder Onfroy aus Frankreich konnten dieses Rennen klar für sich entscheiden.
Der Halbfinal im Männer Doppelzweier verlief im ersten Lauf mit dem Duo Stahlberg/Röösli mit Schweizer Beteiligung. Zu Beginn lieferten sich das Deutsche und das Schweizer Boot ein Kopf-an-Kopf-Rennen, am Ende ging Neuseeland mit Storey/Harris als Gewinner hervor, dicht gefolgt von Stahlberg/Röösli, auf dem dritten Rang klassierte sich Deutschland mit Piontek/Hartig. Im zweiten Lauf setzten sich die Franzosen mit Boucheron/Androdias durch, gefolgt von den polnischen Ruderern. Dritter wurde die Niederlande.
Beim ersten Halbfinal im Männer Einer lieferten sich die beiden deutschen Boote mit Oliver Zeidler und Tim Ole Naske, der Neuseeländer Mahe Drysdale und der Däne Sverri Nilsenauf den letzten 100 Metern einen harten Kampf. Deutschland mit Zeidler entschied das Rennen für sich, der Neuseeländer Drysdale wurde Zweiter und der Deutsche Naske Dritter. Das zweite Halbfinale hatte mit Barnabe Delarze eine Schweizer Beteiligung, dieser konnte das Rennen souverän an dritter Stelle beenden, was die Finalqualifikation bedeutet. Sieger wurde Neuseeland mit Robert Manson, Zweiter wurde Ondrej Synek aus Tschechien.
Den ersten Halbfinal im Frauen-Einer gewann Irland mit Sanita Puspure, vor Österreich und Deutschland. Den zweiten Halbfinal der Frauen-Einer konnte Jeannine Gmelin souverän für sich entscheiden, vor Carling Zeeman aus Kanada und Kara Kohler aus den USA. Diese sechs Frauen werden morgen in einem packenden A-Finale um die Medaillen kämpfen.
Der erste Halbfinal im Leichtgewichtsdoppelzweier war bei Rennstart ein enges Rennen, welches am Schluss die O’Donovan-Brüder aus Irland für sich entschieden, gefolgt von Dänemark und Kanada. Der zweite Halbfinal war mit Schweizer Beteiligung Struzina/Müller. Gewonnen haben das spannende Rennen die Belgier mit Brys/Van Zandweghe, Zweiter wurde das neuseeländische Boot, Dritter das polnische Boot. Die Schweizer fuhren auf den fünften Rang und starten morgen Sonntag im B-Final.
Im Hoffnungslauf des Frauen-Doppelvierers konnte ein sehr schnelles Rennen beobachtete werden. Die Polinnen entschieden das Rennen für sich, dicht gefolgt von den Niederlanden und Deutschland. Auch die viertplatzierten Australierinnen konnten sich für die morgigen A-Finals qualifizieren. Diese vier Frauenboote treffen im Finalmorgen auf Deutschland und China. Nachdem sich gestern die Nationen Niederlande, USA, Deutschland und Australien für den A-Final im Männer-Achter qualifiziert hatten, folgten ihnen heute Neuseeland und Kanada in einem Hundertstel-Krimi, wobei sich das zweite niederländische Boot im heutigen Rennen mit einem undankbaren B-Final-Platz zufrieden geben musste.
Am Samstagabend des LUCERNE REGATTA Wochenendes findet die Lucerne Rowing Night statt. Geladene Gäste aus der nationalen und internationalen Ruderwelt werden im Verkehrshaus Luzern mit einem kulinarischen Buffet und musikalischen Klängen verwöhnt. Der Höhepunkt des Abends die Verleihung der Thomas-Keller-Medaille sein, welche die höchste Auszeichnung im Rudersport darstellt.

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