Comeback von Mario Gyr im Zweier-ohne

Mic ZempUncategorized

Der Olympiasieger im Leichtgewichtsvierer, Mario Gyr, wechselt in die offene Gewichtsklasse und gibt im Zweier-ohne sein Comeback auf der internationalen Ruderbühne.

Nach der ersten Standortbestimmung Anfang Juni in Belgrad (Serbien) selektioniert der Verband SWISS Rowing für den zweiten Weltcup in Linz (Österreich) 14 Ruderinnen und Ruderer, die in acht Bootsklassen auf der Regattastrecke Ottensheim in einem Donau-Seitenarm an den Start gehen werden. Damit setzt der Verband einerseits auf bewährte Kräfte wie zum Beispiel Skiff-Weltmeisterin Jeannine Gmelin (RC Uster) und den Europameister im Leichtgewichtseiner, Michael Schmid (SC Luzern), lässt parallel dazu aber auch neue Bootskombinationen international antreten.

Mit Spannung erwartet wird der Start von Mario Gyr (SC Luzern) im Zweier-ohne der offenen Kategorie. Erstmals seit seinem Olympiasieg 2016 in Rio im leichten Vierer-ohne stellt sich der Luzerner wieder einem internationalen Wettkampf. Sein Comeback gibt er zusammen mit Paul Jacquot (SC Zürich). Der 23-jährige Zweimeter-Mann ist französisch-schweizerischer Doppelbürger, ruderte bislang in Frankreichs U23Nachwuchskader, schloss kürzlich an der Yale University (USA) sein Studium ab und steht nun für den Seeclub Zürich und die Schweizer Nationalmannschaft im Einsatz. Im Rahmen von verschiedenen Selektionsrennen am 16./17. Juni auf dem Luzerner Rotsee erkämpfte sich die Kombination Gyr / Jacquot einen Startplatz in Linz. «Ich bin gespannt, wo wir im internationalen Vergleich stehen», freut sich Mario Gyr auf die Rennen in Österreich.

Weltmeisterin Jeannine Gmelin weiterhin ungeschlagen Seit ihrem Weltmeistertitel im vergangenen September in Sarasota (USA) ist Jeannine Gmelin im Skiff ungeschlagen. Sie rechnet aber damit, dass die Österreicherin Magdalena Lobnig in Linz alles daran setzen wird ihre Siegesserie zu brechen. «Ein Heimweltcup ist immer besonders, das kenne ich vom Rotsee her», so Jeannine Gmelin. «Ich erwarte daher von der Lokalmatadorin eine hohe Pace und freue mich auf harte und eng umkämpfte Rennen.» In den vergangenen zwei Wochen integrierte Jeannine Gmelin vermehrt «SpeedWork» in ihre Trainingseinheiten. «Dies sollte vor allem in den Start- und Schlussspurtphasen hilfreich sein.»

Röösli / Stahlberg im Doppelzweier: Rasche Anpassungsfähigkeit gefragt Nachdem Roman Röösli (SC Sempach) in Belgrad mit seinem zweiten Rang im Skiff ein Exploit gelungen war, startet er kaum drei Wochen später gemeinsam mit Nico Stahlberg (RC Kreuzlingen) im Doppelzweier. SRVDirektor Christian Stofer möchte damit einen internationalen Vergleich erhalten. «Röösli / Stahlberg wurden an der EM 2016 gute Vierte und standen am Weltcup in Varese 2016 schon einmal zusammen auf dem Podest. Wir sind gespannt, wie die beiden Top-Athleten in der kurzen Vorbereitungszeit im Doppelzweier zueinander finden.» Rööslis Partner des vergangenen Jahres, Barnabé Delarze, verpasste den Saisonstart wegen Rückenschmerzen und befindet sich aktuell im Aufbautraining im Skiff, um sich voraussichtlich an der Lucerne Regatta erstmals der Konkurrenz zu stellen. Im Einer der offenen Kategorie wird in Linz Markus Kessler (RC Schaffhausen) an den Start gehen. Der Olympia-Ersatzmann des Doppelvierers ruderte bereits 2016 mehrere Weltcup-Regatten in dieser Bootsklasse.

Erneuter Podestplatz im Visier Für Europameister Michael Schmid (SC Luzern) geht es darum, mit einem weiteren Podestplatz seine Konstanz im Leichtgewichtseiner zu bestätigen. «Beim Saisonstart in Belgrad haben wir einiges ausprobiert und getestet», sagt Michael Schmid. «Nun geht es darum, die entdeckten Defizite abzubauen und den Abstand nach vorne zu verringern.» In Belgrad wurde er Zweiter, einzig geschlagen vom Deutschen Jason Osborne. Linz bedeutet für Schmid eine Premiere. «Ich freue mich sehr, die WM-Strecke des nächsten Jahres kennenzulernen.» Im leichten Einer startet zudem mit Fiorin Rüedi (Grasshopper Club Zürich) ein Nachwuchsruderer, um auf internationaler Ebene ein individuelles Resultat zu liefern.

Ein weiteres Nachwuchsprojekt mit den Zentralschweizern Andri Struzina (SC Zug) und Julian Müller (SC Luzern) im hart umkämpften Leichtgewichts-Doppelzweier trifft in Linz auf neue Konkurrenz unter anderem aus Frankreich, Italien, Deutschland und Neuseeland, was weitere Aufschlüsse zulassen wird. Bei den leichten Frauen gehen Patricia Merz (SC Zug) und Frédérique Rol (Lausanne Sports Aviron) an den Start, um ihren vielversprechenden 5. Rang beim Weltcupauftakt in Belgrad zu bestätigen. In der offenen Kategorie möchte das Duo Pascale Walker / Valérie Rosset dort ansetzen, wo es in Serbien mit seinem 7. Rang aufgehört hat. Ziel ist es, auf hohem Level den Einstieg in die Weltcup-Regatta zu finden.

Speziell in Linz ist der Wettkampfmodus. Die Vorläufe für alle Bootsklassen werden in einem Time Trial System gerudert, was sicherlich dem ersten Wettkampftag einen besonderen Charakter verleihen dürfte.

Jolanda van de Graaf, Kommunikation SRV

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

8 + 14 =